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Dringend — handeln Sie jetzt

Ich werde mit intimen Fotos oder Videos erpresst. Was tun?

Erst mal: durchatmen. Es ist nicht Ihre Schuld, und Sie sind nicht allein. Menschen, die so etwas tun, setzen auf Angst, Scham und Eile — damit Sie zahlen, bevor Sie klar denken können. Aber die Zahlung befreit Sie nicht, sie ermutigt die Täter nur. Ihre Stärke liegt darin, nicht zu reagieren, die Beweise zu sichern und sich Hilfe zu holen. Sie sind hier das Opfer, nicht der Schuldige.

Die ersten Schritte, jetzt

  1. Halten Sie inne und atmen Sie durch. Sie tragen keine Schuld und sind nicht allein — das passiert vielen Menschen, in jedem Alter. Panik ist genau das, was die Täter wollen.
  2. Zahlen Sie nicht. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf — nach der ersten Summe wird in der Regel mehr verlangt.
  3. Antworten Sie nicht und verhandeln Sie nicht. Schicken Sie keine weiteren Bilder, Nachrichten oder Geld. Je weniger Sie reagieren, desto besser.
  4. Sichern Sie die Beweise: Screenshots vom Profil, den Nachrichten, den geforderten Beträgen und dem Empfängerkonto. Löschen Sie die Unterhaltung nicht — sie hilft bei der Anzeige.
  5. Blockieren Sie die Person und melden Sie das Konto auf der Plattform (Facebook, Instagram usw.). Wurden Inhalte bereits veröffentlicht, melden Sie sie zusätzlich — vertraulich und kostenlos — bei internet-beschwerdestelle.de.
  6. Vertrauen Sie sich jemandem an und erstatten Sie Anzeige — über die Onlinewache Ihres Bundeslandes oder bei jeder Polizeidienststelle. Erpressung ist eine Straftat, und Sie sind das Opfer.

Was Sie NICHT tun sollten

  • Zahlen Sie nicht und geben Sie dem Druck nicht nach — jede Zahlung ermutigt die Täter, mehr zu fordern.
  • Schicken Sie keine weiteren Bilder oder Geld, „damit es aufhört“.
  • Löschen Sie weder die Unterhaltung noch das Konto der Täter — das sind Beweise.
  • Ziehen Sie sich nicht aus Scham zurück. Es ist nicht Ihre Schuld, und die Menschen, die Sie lieben, werden das verstehen.

Woran Sie es beim nächsten Mal erkennen

  • Ein neues, attraktives Profil, das das Gespräch schnell in Richtung intimer Fotos oder Videos lenkt — oft in einen Videochat, der heimlich aufgezeichnet wird.
  • Direkt danach (oder sogar ohne dass Sie etwas geschickt haben) kommt die Geldforderung, „damit nichts veröffentlicht wird“.
  • Man droht, das Material an Freunde oder Familie zu schicken — die Masche lebt von Angst und Scham.
  • Variante mit KI: GEFÄLSCHTE intime Bilder, erstellt aus Ihren öffentlichen Fotos. Auch das ist Erpressung, und Sie sind trotzdem das Opfer.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen, schnell zu handeln. Er ersetzt nicht die offiziellen Anweisungen Ihrer Bank, der Polizei oder der Behörden. Im Zweifel rufen Sie die Nummern oben an.