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Dringend — handeln Sie jetzt

Ich buche eine Unterkunft oder miete eine Wohnung, und es wirkt wie Betrug. Was tun?

Erst mal: durchatmen. Die Masche „Bestätigen Sie Ihre Zahlung bei Booking“ täuscht gerade deshalb, weil die Nachricht über die echte App kommt — aber kein seriöses Hotel verlangt, dass Sie Ihre Kartendaten über einen Link neu eingeben, damit die Buchung „nicht verfällt“. Und bei Wohnungen ist die Regel einfach: Geld fließt erst, nachdem Sie die Wohnung besichtigt haben.

Die ersten Schritte, jetzt

  1. Geben Sie Ihre Kartendaten nie über einen Link neu ein, der per Nachricht, E-Mail oder WhatsApp kommt — auch wenn er von Booking oder vom Gastgeber zu stammen scheint. Booking.com fragt Ihre Kartendaten niemals per WhatsApp, SMS oder Telefon ab; solche Nachrichten kommen vom gehackten Konto eines Hotels.
  2. Prüfen Sie selbst und direkt: Öffnen Sie die offizielle App oder Website (nicht über den Link aus der Nachricht) und sehen Sie nach, ob die Buchung wirklich etwas verlangt. Rufen Sie die Unterkunft über die offizielle Nummer auf ihrer Website an.
  3. Bei einer Mietwohnung: Überweisen Sie keine Kaution und keine Miete, bevor Sie die Wohnung besichtigt haben. Seriöse Makler oder Eigentümer verlangen kein Geld von Ihnen, bevor Sie die Immobilie besichtigt haben — das ist die offizielle Regel der Verbraucherzentrale.
  4. Haben Sie Ihre Kartendaten bereits eingegeben, sperren Sie die Karte: über die Nummer auf der Karte oder den Sperr-Notruf 116 116 (kostenlos, rund um die Uhr; sperrt girocard, Kreditkarten und Online-Banking).
  5. Haben Sie überwiesen: Beweise sichern, die Bank um Rückholung der Zahlung bitten, die Anzeige auf der Plattform melden und Anzeige bei der Polizei erstatten — Onlinewache Ihres Bundeslandes oder jede Dienststelle.

Was Sie NICHT tun sollten

  • Zahlen Sie niemals außerhalb der Plattform per Direktüberweisung oder Krypto, egal wie überzeugend die Erklärung klingt.
  • Geben Sie Kartendaten nie über einen Link neu ein, so offiziell die Nachricht „von Booking“ auch wirkt.
  • Überweisen Sie kein Geld für eine Wohnung, die Sie nicht gesehen haben — auch keine „Besichtigungsgebühr“ und keinen „Schlüsselversand“.

Woran Sie es beim nächsten Mal erkennen

  • Eine Nachricht (über den Booking-Chat, per E-Mail oder WhatsApp) verlangt, die „Zahlung zu bestätigen“ oder die Kartendaten neu einzugeben, sonst „wird die Buchung storniert“. Der Zeitdruck ist das Signal — das Konto der Unterkunft wurde gehackt, deshalb enthält die Nachricht echte Daten Ihrer Buchung.
  • Der „Vermieter“ verlangt Vorkasse per Direktüberweisung, außerhalb der Plattform.
  • Lockvogel-Preis deutlich unter dem Markt für Lage und Saison, dazu: „Ich habe viele Anfragen, entscheiden Sie schnell.“
  • Der „Eigentümer“ ist angeblich im Ausland, eine Besichtigung sei nicht möglich — die Schlüssel kämen „per Post“ oder über einen „Treuhänder“, gegen Vorauszahlung.
  • Die Fotos wirken wie aus dem Katalog oder tauchen in anderen Anzeigen auf (prüfen Sie mit der umgekehrten Bildersuche, und suchen Sie die Adresse auf Google Maps / Street View).

Dieser Ratgeber hilft Ihnen, schnell zu handeln. Er ersetzt nicht die offiziellen Anweisungen Ihrer Bank, der Polizei oder der Behörden. Im Zweifel rufen Sie die Nummern oben an.