E-Mail vom „Chef“ oder „Lieferanten“ mit dringender Zahlungsaufforderung
Dringende Zahlungs- oder Datenanfragen — „von der Geschäftsführung“ oder von Lieferanten
Im Büro knackt eine der teuersten Betrugsmaschen gar nichts — sie überzeugt Sie, freiwillig eine Zahlung auszuführen. Eine E-Mail sieht aus, als käme sie vom Chef oder von einem Lieferanten, und fordert etwas Dringendes — mit Druck und der Bitte um Diskretion. In Deutschland ist diese Masche als „CEO-Fraud“ bekannt. Die Regel, die Sie rettet, ist einfach: Bevor Sie zahlen oder etwas ändern, bestätigen Sie es über einen anderen Kanal. Und wenn eine solche E-Mail die Firma erreicht hat: melden Sie sie intern der IT- oder Sicherheitsabteilung — ist bereits Geld geflossen, erstatten Sie Anzeige bei der Onlinewache Ihres Bundeslandes (portal.onlinewache.polizei.de) oder bei jeder Polizeidienststelle.
Warnsignale
- Eine Nachricht „vom Chef“ oder „von der Geschäftsführung“ verlangt dringend eine Zahlung, eine Überweisung oder Daten — und bittet Sie, die Sache „diskret“ zu regeln.
- Ein „Lieferant“ teilt mit, dass er seine Bankverbindung (IBAN) geändert hat, und bittet, die nächste Zahlung auf das neue Konto zu überweisen.
- Ein Ton, der vom Nachfragen abhält: „Ich bin im Meeting, kann gerade nicht telefonieren, regeln Sie das bitte selbst“.
- Die tatsächliche Absenderadresse weicht leicht von der des Kollegen oder der Firma ab.
Was Sie tun
- Lassen Sie sich nicht hetzen. Zeitdruck ist das wichtigste Werkzeug der Täter.
- Prüfen Sie über einen anderen Kanal: Rufen Sie die Person unter einer Nummer an, die Sie bereits kennen (nicht unter der aus der E-Mail), oder fragen Sie sie direkt, von Angesicht zu Angesicht.
- Jede Änderung der Bankverbindung (IBAN) eines Lieferanten bestätigen Sie telefonisch, direkt bei ihm, bevor Sie zahlen.
- Melden Sie den Vorfall der IT-/Sicherheitsabteilung oder der Buchhaltung — und wenn Geld geflossen ist, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Lieber zweimal nachfragen, als das Geld an die Falschen zu überweisen.
Quellen
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