Was Sie NICHT in KI-Tools eingeben sollten (ChatGPT & Co.)
Warum vertrauliche Daten dort nichts zu suchen haben
KI-Tools (ChatGPT, Copilot, Gemini und andere) sind bei der Arbeit sehr nützlich. Aber sie haben eine Eigenheit, die man leicht vergisst: Alles, was Sie dort eintippen, geht an eine fremde Firma. Und genau da beginnen die Probleme.
Warum das wirklich wichtig ist
- Was Sie schreiben, kann gespeichert werden und bei manchen Diensten dazu dienen, das Tool zu „trainieren“ — Bruchstücke Ihrer Eingaben können also dort landen, wo Sie es nicht erwarten.
- Sie verlieren die Kontrolle: Einmal abgeschickt, wissen Sie nicht mehr, wer die Daten sieht, wohin sie gelangen oder wie lange sie aufbewahrt werden.
- Bei Kundendaten oder vertraulichen Daten der Firma kann das gegen Vertraulichkeits- und Datenschutzpflichten (DSGVO) verstoßen — und dafür haftet die Firma.
- Es gab auch schon Datenpannen: Menschen haben versehentlich die Unterhaltungen anderer gesehen.
Kurz gesagt: Ein KI-Tool ist keine private Schublade. Es ist, als sprächen Sie mit einem sehr klugen Fremden, der sich alles merkt.
Die einfache Regel
Was Sie nicht ans Schwarze Brett im Flur der Firma hängen würden, fügen Sie auch nicht in ein KI-Tool ein.
Was Sie niemals eingeben sollten
- Kundendaten: Namen, Kontaktdaten, Ausweis- oder Reisepassnummern, Kartendaten, Reisepläne.
- Verträge, interne Dokumente, Finanzdaten.
- Passwörter, Codes, Zugangsschlüssel.
So nutzen Sie KI mit Verstand
- Wenn Sie Hilfe bei einem echten Beispiel brauchen, entfernen Sie zuerst die echten Daten (ersetzen Sie den Namen durch „Kunde X“).
- Nutzen Sie nur die von der Firma freigegebenen Tools — manche haben spezielle Versionen, die Ihre Daten nicht weiterverwenden.
- Bei jedem Zweifel fragen Sie die IT- oder Sicherheitsabteilung.
Und zu Hause gilt dasselbe: Geben Sie weder Ihre sensiblen Daten noch die anderer Menschen in ein KI-Tool ein — keine Fotos von Dokumenten, keinen Personalausweis oder dessen Ausweisnummer, keine Gesundheitsdaten.
Das Wichtigste in Kürze
- Was Sie nicht an eine öffentliche Anschlagtafel schreiben würden, fügen Sie auch nicht in ein KI-Tool ein.
- Geben Sie keine Kundendaten, Verträge, Passwörter oder Finanzdaten ein.
- Sie brauchen Hilfe bei einem Beispiel? Entfernen Sie zuerst die echten Daten (anonymisieren).
- Nutzen Sie nur die von der Firma freigegebenen KI-Tools; im Zweifel fragen Sie die IT-Abteilung.
Quellen
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